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Wer oder was ist Spiridon?

Spiridon Luis1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen statt. Höhepunkt dieser Veranstaltung war der Marathonlauf. Am fünften Tag der Spiele, versammeln sich in Marathon etwa 40 km von der griechischen Hauptstadt entfernt, 25 Läufer zu einem Langstreckenlauf bis ins Olympiastadion. Keiner von ihnen hat jemals eine so lange Strecke zurückgelegt. Unter den 25 Männern befindet sich der griechische Hirte Louis. Kurz vor den Spielen hat er noch als Infanterist gedient und ist von seinem Regimentskommandeur in vielen Märschen auf den schweren Wettkampf vorbereitet worden. Die letzte Nacht vor dem Marathonlauf verbringt er mit Beten und Fasten. Er betrachtet seine Aufgabe als eine heilige Pflicht. Um 2 Uhr nachmittags, zur Stunde der allergrößten Hitze, schickt man in Marathon das Feld von 25 Läufern aus aller Welt auf die ziemlich genau 40 km lange Strecke. Auf den ersten Kilometern führt ein Franzose. Der Abstand zu seinen Verfolgern ist so groß, dass ihn die Bewohner eines Dorfes am Wege schon voreilig mit dem Lorbeerkranz des Siegers schmücken. Nach etwa 30 km wird er entkräftet aufgeben. Louis liegt zu dieser Zeit noch im Mittelfeld. Er macht sich keine Gedanken darüber, wie er sich die Strecke einteilen soll. Er macht sich überhaupt keine Gedanken. Er hat etwas in sich, was keine Stoppuhr und kaum irgendeine geistige Zucht ersetzen kann, nämlich seinen unfehlbaren natürlichen Instinkt und seine grenzenlose Zuversicht. Er hat nicht einmal richtige Laufschuhe angezogen. Und dann passiert ihm, was ihm bei seinen langen Marschen in den Bergen oft passiert ist Er wird müde. Daraufhin tut der Marathonläufer Louis etwas ungewöhnliches, er setzt sich in ein schattiges Wirtshaus an der Straße und kippt ein Viertel Landwein runter. Dann erkundigt er sich wann ungefähr die ersten Konkurrenten vorbeigekommen seien. Als er die Zeit erfährt steht er auf und leert sein Glas, marschiert hinaus in die glühende Hitze und setzt sich wieder in Trab. Allmählich verschärft er sein Tempo und überholt bei Kilometer 37 die 3 vor ihm Laufenden. Ein Australier, der bis dahin die Spitze innehatte, bricht ohnmächtig zusammen. Berittene Soldaten bringen die Nachricht von dem bevorstehenden griechischen Sieg ins Stadion, wo ein unbeschreiblicher Jubel ausbricht. Gebannt starren die Zuschauer auf den Stadioneingang. Und dann erscheint der griechische Hirte Louis. Mit mühelosen Schritten trabt er herein ins Stadion, wo er noch eine Runde zurückzulegen hat. Kronprinz Konstantin und Prinz Georg empfangen den Sieger und legen an seiner Seite die letzten Meter bis zum Ziel zurück. Griechenland rast vor Freude. Hirte Louis hat für die knapp 40 km lange Strecke genau 2 Stunden 58 Minuten gebraucht.
Ein Regen von Geschenken und Ehrungen ergießt sich über Spiridon Louis. Einige Barbiere wollen ihn bis an sein Lebensende umsonst rasieren. Andere erbieten sich, ihm für immer gratis die Schuhe zu putzen. Von seinem König wünscht sich der Held ein Pferd und einen Wasserkarren. Aus den Händen des Monarchen erhält der Gewinner außer der Siegesurkunde eine Silbermedaille und einen Ölzweig.
Spiridon Louis starb 68jährig im Jahre 1940.
Quelle: Spiridon Letzebuerg

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Münster-City-Thriathlon
28.06.2015 in Münster